…. trotz Hitze und Aufstiegsjubel fanden sich ca. 80 AtomkraftgegnerInnen
ein.
seht hierzu auch den Bericht in den Fürther Nachrichten:
http://www.nordbayern.de/region/fuerth/atomgegner-machen-druck-1.2036227
Es sprachen der Dekan Jörg Sichelstiel, …………Stefan
Schuber,……….
die Jugendlichen des Theater Jugend Clubs trugen in bitterer Satire eine
Sitzung des "….." vor. Frau Schaepe stellte die Arbeit der
……….vor. Noch immer sind Kinder, v.a. in Weißrußland
gesundheitlicher Belastung ausgeliefert
In den frühen Morgenstunden des 26. April 1986 ereignete sich eine der
folgenschwersten Katastrophen in der Geschichte der Atomenergie: der
Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl explodierte. Die Freisetzung
riesiger Mengen an Spaltprodukten dauerte zehn Tage mit sich ständig
ändernden Windrichtungen und Wetterverhältnissen. Dadurch ergab sich
eine Verteilung der radioaktiven Ablagerungen von 70 Prozent in Belarus
(Weißrussland) und je 15 Prozent in der Ukraine und Russland.
Die Grenze von Belarus befindet sich nur etwa zehn Kilometer nördlich
des Unglückreaktors. In Belarus liegen 7?000 km² der Sperrzone (im
Radius von 30 km rund um Tschernobyl), die evakuiert ist. Aber daran
schließen sich noch große Gebiete an, die normal bewohnt, teilweise aber
hoch kontaminiert sind. Hunderttausende sind dort der Strahlenbelastung
weiterhin ausgesetzt, von außen und durch belastete Lebensmittel. Trotz
fortdauernder Gefährdung durch Strahlung bleiben viele Familien
weiterhin dort wohnen, weil eine Umsiedlung für sie die Entwurzelung aus
ihrer Heimat mit einer sozial und wirtschaftlich unsicheren Zukunft
bedeuten würde.
Nach den statistischen Untersuchungen in Belarus, die von der UNICEF
begleitet worden sind, haben Kinder in kontaminierten Gebieten einen
schlechteren Gesundheitszustand als Kinder in den übrigen Gebieten.
Durch die andauernde Niedrigstrahlung entstehen Wachstumsstörungen,
Sehstörungen, Konzentrationsstörungen, schlechte Wundheilung, Magen- und
Darmbeschwerden, Gliederschmerzen und viele andere gesundheitliche
Beeinträchtigungen.
Kundgebung und Demonstration in Fürth anlässlich des
26.Jahrestages von Tschernobyl
Am 26. 04. gab es in Tschernobyl den ersten GAU in einem Atomreaktor mit katastrophalen Auswirkungen.
Die Anti-Atom-Bewegung hatte stets vor einem nicht zu beherrschenden Atomunfall gewarnt; für
die Betreiber war es das vernachlässigbare Restrisiko, das niemals eintreten würde.
Dementsprechend unvorbereitet reagierten Politik und Behörden mit Beschwichtigungen, jedoch
erst, als der GAU in einem der Reaktorblöcke von Tschernobyl nicht mehr zu verheimlichen war.
Sie gipfelten in der Meldung: „Die Radioaktivität der Luft darf nicht bekannt gegeben werden.“
Dem Nachrichtenredakteur gebührt noch heute unser Dank, bestätigte er doch unsere düsteren
Ahnungen, dass die Meldungen Anfang Mai 1986 wenig mit dem wahren Ausmaß der
Katastrophe zu tun hatten.
Dann wurde Salat untergepflügt, Kühe durften wegen der Belastung der Milch mit radioaktivem
Jod kein Grünfutter mehr erhalten, und Wäsche wurde im Haus getrocknet. Kinder mussten nach
dem Spielen im Freien geduscht werden. Später gab es Listen über die Belastung von
Lebensmitteln, und der Sand auf Kinderspielplätzen wurde ausgetauscht. All das geschah
zögerlich und erst nach kritischem Nachfragen.
Am 1500 km entfernten Katastrophenreaktor setzten Liquidatoren ihr Leben ein, um der Welt
noch Schlimmeres zu ersparen. Die Bevölkerung im Umkreis des Reaktors wurde evakuiert.
Noch für Jahrhunderte wird es die Todeszone mit der Geisterstadt Pripjat geben. Die Krebsrate
in der Ukraine und Weißrußland ist immer noch stark erhöht. So gut wie alle Strahlenopfer
werden vom Staat im Stich gelassen.
Nach diesem ersten GAU war nichts mehr wie vorher. Die alten Schlagworte von der Sicherheit
der Atomkraft waren durch die Ereignisse als hohle Phrasen entlarvt, auch wenn die AKWBetreiber
nicht müde wurden, auf die „rückständige russische Technik“ zu verweisen. Sie
beteuerten weiterhin, dass „unsere“ Atomkraftwerke selbstverständlich sicher seien.
In der Folge erzwang die Anti-Atom-Bewegung, getragen von einer breiten Zustimmung in der
Bevölkerung, den Ausstiegsbeschluss durch die rot-grüne Regierung. Obwohl vertraglich
abgesichert, war der Beschluss nicht unumkehrbar, wovor die Anti-Atom-Bewegung vergeblich
gewarnt hatte. Die Regierung knickte vor den Konzernen ein und gestattete lange Restlaufzeiten.
Lediglich zwei Reaktoren wurden in der Folgezeit stillgelegt.
Es kam wie es kommen musste, Bundeskanzlerin Merkel setzte den Ausstieg aus dem Ausstieg
durch.
Dann kam Fukushima! Und der Ausstieg aus dem Ausstieg wurde unter dem Eindruck
anhaltender Proteste zurückgenommen. Aber Vorsicht! Bedenken wir das Zitat von Jochen Stay
(ausgestrahlt): „Jetzt heißt es wieder: Wenn diesmal sogar Union und FDP den Ausstieg
beschließen, dann ist er doch unumkehrbar. Aber bis die letzten sechs Atomkraftwerke nach
jetzigem Plan 2021/22 stillgelegt werden sollen, wird der Bundestag noch mindestens dreimal
neu gewählt. Wird es dann noch eine Rolle spielen, was eine Kanzlerin kurz nach Fukushima für
richtig hielt?“ Für die Stromkonzerne geht es um viel Geld. Sie werden um des Profits willen alles
versuchen, um ihre Reaktoren weiter betreiben zu können.
Doch auch heute schon fehlt der politische Wille zu einer Energiewende, die diesen Namen auch
verdient. Es gibt Kürzungen bei der Förderung der Erneuerbaren Energien, deren Ausbau
regelrecht gebremst wird. Uneinigkeit herrscht über die Höhe der Fördergelder und die
Verteilung der Kosten bei der Gebäudesanierung.
Als besonders krassen Widerspruch empfinden wir, dass die Bundesregierung das
Atomkraftwerk Angra 3 in Brasilien mit einer staatlichen Bürgschaft in Milliardenhöhe fördern will.
Weitere deutsche Atombürgschaften wurden von Indien, China, Finnland und Großbritannien
angefragt.
Immer noch geistern Großkraftwerke als Brückentechnologie durch die Köpfe, wohl auch ein
Entgegenkommen an die großen Energiekonzerne. Vorschläge von Eurosolar, dem BN, IPPNW
oder Greenpeace, wie der Atomausstieg etwa bis 2015 dezentral und bürgernah zu verwirklichen
wäre, werden nicht einmal in Erwägung gezogen.
Gorleben soll als Endlager nicht weiter erkundet werden. Der Salzstock erwies sich durch seine
Wasserdurchlässigkeit und einem darunter liegenden Gasvorkommen als ungeeignet. Momentan
lagert hochradioaktiver Atommüll in Hallen, die relativ ungeschützt sind. Ein Endlager gibt es
weltweit nicht und ist in Deutschland nun in weiteste Ferne gerückt. Unter diesen Bedingungen
weiter Atommüll zu produzieren ist absolut verantwortungslos und gefährdet die
Lebensgrundlagen vieler nachfolgender Generationen
Das sind viele Gründe, um am Samstag, dem 28. April, mit uns auf die Straße zu gehen. Das
Fürther Bündnis Atomausstieg“ JETZT“ ruft für 13.00 Uhr zu einer Kundgebung am
Bahnhofsplatz mit anschließender Demonstration auf.
RednerInnen sind Karin Schaepe von der
„Hilfe für Tschernobylkinder“ der Paul-Gerhardt-Kirche in Stein, der evangelische Dekan Jörg
Sichelstiel von Fürth, der Theater-Jugend-Club aus Fürth, Stephan Schuber von ver.di, Fürth und
Gisela Hirth von den Fürther Müttern gegen Atomkraft.
Am Sonntag, dem 29. April um 17 Uhr, gibt es im Babylon-Kino die Filmvorführung „Yellow
Cake“, die Lüge von der sauberen Energie. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 1 Euro.
Überschüsse aus den Einnahmen werden für weitere Anti-Atom-Aktivitäten an „ausgestrahlt“
gespendet.
Sonntag, 29. April, 17.00 Uhr
Filmvorführung im Babylon:
Yellow Cake – die Lüge von der sauberen Energie
Eintritt: 6,- € bzw. 1,- €. Überschüsse aus den Einnahmen werden für weitere Anti-Atom-Aktivitäten an "ausgestrahlt" gespendet
Nichts gelernt aus Tschernobyl und Fukushima?
Am 26.04.1986 kam es in Tschernobyl zum ersten GAU in einem Atomreaktor. Die Anti-AKW Bewegung hatte davor schon immer gewarnt. Für die Betreiber war diese Katastrophe das vernachlässigbare Restrisiko, welches nie eintreten würde. Als der GAU dann eintrat, reagierten Politik und Behörden mit Beschwichtigungen und versuchten, vieles so lange wie möglich zu verheimlichen. Dies gipfelte in der Meldung: „Die Radioaktivität der Luft darf nicht bekannt gegeben werden.“ Salat wurde untergepflügt, Milch war radioaktiv belastet, … Erst nach kritischen Nachfragen gab es Informationen und Maßnahmen.
In Tschernobyl, 1500km entfernt, setzten Liquidatoren ihr Leben ein, um der Welt noch Schlimmeres zu ersparen. Noch für Jahrhunderte wird es die Todeszone mit der Geisterstadt Pripjat geben. Die Krebsrate in der Ukraine und Weißrussland ist immer noch stark erhöht.
Nach diesem GAU war nichts mehr wie vorher. Die Sicherheit der Atomkraft war als hohle Phrase entlarvt, auch wenn die AKW-Betreiber hierzulande immer auf die rückständige russische Technik verwiesen.
In der Folge erzwang die Anti-Atombewegung, getragen von der breiten Zustimmung der Bevölkerung, den Ausstiegsbeschluss der rot-grünen Regierung. Allerdings war dieser Beschluss, wie die Anti-Atombewegung vergeblich gewarnt hatte, nicht unumkehrbar und zudem inkonsequent, denn man knickte vor den Konzernen ein. Lange Restlaufzeiten wurden vereinbart. Es kam wie es kommen musste, die Regierung von Kanzlerin Merkel setzte den Ausstieg aus dem Ausstieg durch.
Dann Fukushima! Unter dem Eindruck starker, langanhaltender Proteste wurde die Laufzeitverlängerung aufgehoben. Aber Vorsicht! Bis die letzten sechs AKWs 2021/22 stillgelegt sind, kann noch viel passieren. Dreimal wird bis dahin neu gewählt. Es geht um viel Geld. Um des Profits willen werden die Stromkonzerne alles versuchen, um ihre AKWs weiter zu betreiben und den Ausstieg wieder zu verhindern.
Eine Energiewende, die dezentral, bürgernah und ökologisch sinnvoll ist, wird ausgebremst. Auch weiterhin fördert die Bundesregierung durch eine Milliardenbürgschaft das AKW Angra 3, am Meer und im Erdbebengebiet in Brasilien. Weitere Bürgschaften von Indien, China u.a. sind angefragt. Ein krasser Widerspruch zum Bekenntnis: Nach Fukushima ist alles anders!
Ein sicheres Endlager gibt es weltweit nicht. Der Salzstock von Gorleben ist wasserdurchlässig und gilt als untauglich. Weiter Atommüll zu produzieren ist absolut verantwortungslos und gefährdet die Menschheit.