Pressemitteilung Fürther Bündnis Atomausstieg JETZT zur Kundgebung am 11.04, 18.00 Uhr, am Bahnhofsplatz

 


Anti-AKW-Bewegung lässt nicht locker!

Für den 11.04. ruft das Fürther Bündnis Atomausstieg JETZT die Fürther Bürgerinnen und Bürger auf, erneut für den Ausstieg aus der Atomtechnologie auf die Straße zu gehen.

Mit großer Bestürzung müssen wir erleben, dass die Techniker in Japan die atomare Katastrophe nicht in den Griff bekommen. Täglich kommen neue Schreckensmeldungen in den Nachrichten. Die Lage für die japanische Bevölkerung wird immer alarmierender, die Folgen der Katastrophe für die japanische Gesellschaft sind überhaupt noch nicht abzuschätzen.

Die Klage der RWE gegen das Moratorium macht deutlich, dass die bisherigen Regierungsbeschlüsse noch keine sichere Grundlage für den unbedingt erforderlichen schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomtechnologie darstellen. Gewollt oder aus reiner Unfähigkeit, ermöglicht das Regierungshandeln den Betreibern der AKWs, ihr gefährliches Spiel mit dem atomaren Feuer weiter zu spielen.

Der Einsatz von Tausenden von Menschenleben gegen den Gewinn von 700000 € pro Tag allein durch den Reaktor von Biblis A ist zu hoch. Bei diesen Summen scheinen die Lehren aus Fukushima schnell vergessen zu sein, bleiben das Recht der Bevölkerung auf Unversehrtheit und der erklärte Mehrheitswille auf der Strecke. Wir fordern den Ausstieg aus der Atomenergie. Ernstzunehmende Wissenschaftler halten dies für jederzeit möglich. Schon der Normalbetrieb der AKWs stellt eine uneinlösbare Hypothek auf die Zukunft dar. Ein sicheres Endlager für den noch zigtausende von Jahren hochgefährlichen Atommüll gibt es weltweit nicht.

Im gemeinsamen Kampf für den Ausstieg aus der Atomtechnologie fühlen wir uns zutiefst verbunden mit der Anti-AKW-Bewegung in Japan und auf der ganzen Welt. Wir freuen uns sehr, dass wir auch diesmal wieder Redner für die Kundgebung gefunden haben, die zeigen, wie breit verankert die Forderung nach einem sofortigen Ausstieg in Fürth ist.

Axel Brandt, Arzt am Fürther Klinikum, spricht für die Vereinigung der Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW). Als weiterer Unterstützer tritt erneut ein Gewerkschafter auf, der GEW-Kreisvorsitzende Manfred Lehner. Mit Markus Nondorf wird nun auch erstmalig ein bekannter Fürther Künstler als Kundgebungsredner auftreten. Mit diesen Rednern wollen wir Bevölkerungskreise erreichen, die bisher noch nicht den Zugang zu uns gefunden haben.

Besonders erfreulich ist es, dass zu den Treffen des Bündnisses Atomausstieg JETZT immer wieder neue Menschen, besonders auch viele junge Menschen, dazukommen, die für den Atomausstieg aktiv werden wollen. Das gibt dem Bündnis die Kraft und den Schwung, die Montagsaktionen in den nächsten Wochen weiterzuführen.