Pressemitteilung des Fürther Sozialforums zu einer Kundgebung für eine sofortige Stillegung aller Atomanlagen

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir bitten Sie um Berücksichtigung der folgenden Pressemitteilung.

Kundgebung: Die Lehren aus Japan: Sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke in diesem Land

Sofort nach dem die Auswirkungen der dramatischen Naturkatastrophen in Japan auf mehrere der AKWs mit ihren noch nicht absehbaren Konsequenzen bekannt wurden, gab es in ganz Deutschland spontane Reaktionen, Mahnwachen, improvisierte Kundgebungen. Auch in Fürth gab es am Montag den 14.03. eine spontan einberufene Mahnwache in der Fußgängerzone mit ca. 75 Teilnehmern. Diese Aktionen werden im ganzen Land fortgesetzt, mit der Forderung nach einem sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie.

In Fürth wird es am Montag den 21.03. um 18.00 Uhr eine Kundgebung mit dieser Forderung geben. Wann wenn nicht jetzt, fragen die Initiatoren, muss es einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie geben. Die Mär, dass dann die Licht ausgehen entpuppt sich sehr schnell als große Lüge. Offensichtlich ist es kein Problem zumindest 7 AKWs vorübergehend abzuschalten wenn es den regierenden Laufzeitverlängerern opportun erscheint. Und wenn gerade Landtagswahlen anstehen dann kann plötzlich auch ein AKW, das vorher noch unverzichtbar war, ganz stillgelegt werden.

Offensichtlich geht es der Regierung nicht um die Sicherheit der Bevölkerung. Es geht darum Wahlen zu gewinnen um die Basis dafür zu erhalten, die verhängnisvolle Politik der Laufzeitverlängerung und des Weiterbetriebs mit einer reduzierten Anzahl von AKWs fortsetzen zu können. Es geht darum den großen Stromkonzernen die enormen Profite, die durch den weiteren Betrieb der neueren AKWs erzielt werden, weiterhin zu garantieren. Das angesichts des Schreckenszenarios in Japan spontan entstandene Aktionsbündnis ist nicht gewillt diese Politik weiterhin  zu erdulden. Wir müssen jetzt schnell und entschlossen handeln. Das Bündnis ist angetreten gemeinsam mit den überall im Land entstandenen und noch entstehenden Gruppen und Komitees den politischen Druck so zu erhöhen, dass eine Fortsetzung dieser Restrisiko-Politik, die uns ganz schnell den Rest geben kann, verhindert wird. Eine Politik die uns  Alle gefährdet um den Energiekonzernen ihre Profite zu sichern werden wir nicht länger zulassen.

Schon vor den tragischen Ereignissen in Japan waren Tausende von Menschen auf den Straßen um gegen die Laufzeitverlängerung zu protestieren. Dabei verwiesen sie vor allem auf die ungelöste Frage der Endlagerung und ungeheure Hypothek, die der auf Jahrtausende hochgiftige und hochgefährliche Atommüll unsren Nachkommen auferlegt. Jetzt wird 25 Jahre nach Tschernobyl  dramatisch bestätigt wie Recht sie hatten und wie ungeahnt nah das Unheil ist.

Die Kundgebung wird initiiert und getragen von einer  Vielzahl gesellschaftlicher Kräfte. Von Kirchenvertretern, Gewerkschaften, Umweltorganisationen  wie dem Bund Naturschutz aber auch den noch aktiven Müttern gegen Atomkraft, aber auch von ALF und attac.

Dies wird sich auch auf der bandbreite der Redner auf der Kundgebung wiederspiegeln. Besonders möchten wir auf die Rede der in Fürth wohnenden japanischen Künstlerin Frau Kato hinweisen.